G wie Gold – Von Gold und echtem Gold

G wie Gold – Von Gold und echtem Gold

Kein Edelmetall hat die Welt je so verzaubert wie das Gold. Der beste Beweis dafür sind die Goldräusche in Amerika, Kanada und Ozeanien vor 150 Jahren. Doch was steckt hinter dem glänzenden Metall, welches zu den beliebtesten Anlagen zählt und was verstehen wir eigentlich unter „Echtgold“? Hier entlang zum 1×1 des Goldes…

Steckbrief

•    Gold, das (lat. aurum)    •    chem. Symbol: Au    •    Schmelzpunkt: 1064°C
•    Hauptfundorte: Südafrika, Russland, Kanada, Amerika, Australien, China
•    Style-Faktor: 100%

Vom Bodenschatz in die Schatztruhe

Die Geschichte des Goldes beginnt vor 2500 Millionen Jahren. Zu dieser Zeit wurde das Gold im Inneren der Erde gebildet und mit der Zeit durch vulkanische Aktivitäten an die Erdoberfläche transportiert. Vor etwa 7000 Jahren dann, entdeckte der Homo sapiens das erste Gold im Sand von Flussbetten und war auf Grund der guten Formbarkeit in der Lage das Metall zu Schmuck und religiösen Kultgegenständen zu verarbeiten. An die 2000 Jahre später begann dann der bergmännische Abbau und noch einmal tausend Jahre dauerte es, bis man begann Gold aus den Legierungen, das heißt aus der Verbindung mit anderen Metallen, zu trennen. Auf diese Zeit ungefähr datieren Wissenschaftler auch die ersten Goldfunde, bei welchen es sich um Grabbeigaben aus Osteuropa handelt. Anschließend dauerte es noch einmal tausende von Jahren, bis die Menschen begannen etwa 600 v. Chr. in Kleinasien die ersten Goldmünzen herzustellen und sie gegen Ware einzutauschen. Natürlich machte die Verwendung als Währung Gold für den Menschen nur noch begehrenswerter und verleitete viele Männer (und auch eine nicht von der Hand zu weisende Anzahl von Frauen) dazu sich Piraten anzuschließen, um sich an den Vermögen und Schätzen anderer zu bereichern.

1635Nicht alles was glänzt, ist Gold

Die Trennung von Gold und anderen Metallen wird noch heute vollzogen, obwohl Gold auch gediegen, das heißt in seiner Reinform in der Natur gefunden werden kann. Was nach der Trennung übrigbleibt, ist ebenfalls pures Gold, welches historisch mit 24 Karat bemessen und im Handel unter dem Begriff Feingold 999 geführt wird. Das bedeutet, dass der Goldgegenstand zu 999 Gewichtsanteilen aus reinem Gold besteht. Doch ist das etwa Echtgold? Nein, weit gefehlt! Der Begriff Echtgold existiert nur in der Umgangssprache und bezeichnet alle Arten von Legierungen. Was der Begriff also ausschließt, sind Schmuckstücke und andere Gegenstände, welche lediglich vergoldet wurden, wie beispielsweise bei einer IP-Vergoldung.

It’s got history…

Die Ägypter bezeichneten Gold als das Sonnenmetall, die Azteken sahen in ihm den Schweiß des Sonnengottes und die Inka die Tränen der Sonne. Verantwortlich für die ständige Verknüpfung mit der Sonne ist wohl der gelb-rötliche Schein des Aurums, welches nebenbei bemerkt eine unbegrenzte Haltbarkeit besitzt. Noch viele andere Mythen und Geschichten ranken sich um das Schwermetall, so beispielsweise die berühmte, kolumbianische Legende von Eldorado (span. El Dorado). Eldorado soll der Geschichte nach ein Goldland im Inneren des nördlichen Südamerikas gewesen sein. Ob es sich dabei um einen Schatz auf dem Grunde eines Sees, eine versunkene Stadt im Urwald oder einen riesigen Tempel handeln soll, ist unklar. Doch die Ansammlung des Goldes soll durch das Antrittszeremoniell eines neuen Herrschers entstanden sein, bei welchem unter anderem dessen Körper mit Goldstaub bedeckt worden sein soll. Am Ende der Feierlichkeiten wusch der Herrscher dieses dann der Überlieferung nach in einem See ab. Als Beweis für die Existenz von Eldorado gilt ein goldenes Floß, das sogenannte Goldfloß von Eldorado, welches 1969 in einer Höhle südlich von Bogotá gefunden wurde und die erwähnte Zeremonie darstellt.

1655Schönheitskonkurrenz unter den Legierungen

Ungefähr 85 % des heutzutage geförderten Goldes werden zu dem Schmuck verarbeitet, den wir so lieben. Der restliche Anteil verteilt sich auf die Industrie und die Banktresore dieser Welt. Die Vorlieben für Goldschmuck sind dabei regional und kulturell verschieden. Auf dem amerikanischen Kontinent werden so vor allem Legierungen mit 585 ‰ Goldanteil bevorzugt, im Nahen Osten hingegen eher sattgelber Goldschmuck mit einem Goldanteil von 833-916 ‰. Im südostasiatischen, chinesischen und thailändischem Raum geht der Trend traditionell sogar zum reinen Feingold.

Um welche Art von Gold es sich auch handelt – wir sind absolute Fans! Der Glanz und das gelbe Schimmern verzaubern uns jedes Mal aufs Neue. Sagt uns, welche Goldstücke eure Favoriten sind und lasst uns einen Kommentar da!

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