Unverfälscht goldgelber Schein: Wie ihr echten Bernsteinschmuck erkennt

Unverfälscht goldgelber Schein: Wie ihr echten Bernsteinschmuck erkennt

Als Bernstein wird der seit Jahrtausenden bekannte gelbe Schmuckstein aus fossilem Harz bezeichnet. Doch wie erkenne ich, ob der Bernstein wirklich echt ist oder nicht? Das sind die Tipps und Tricks!

Habt ihr auch wieder mal ein verlängertes Städtetrip-Wochenende geplant? Bei mir geht es demnächst nach Krakau ‒ ein kleines Städtchen in Polen, welches laut Reiseführer ein mediterranes Flair verspricht. Dazu gehört, wie eigentlich immer, auch ein Bummel durch all die Märkte, die ich auf meinen Erkundungstouren so antreffe. Denn ein Schnäppchen hier und da lässt, zumindest bei mir, die Erinnerung an die schönen Stunden noch lange nachklingen. Dieses Mal möchte ich nach Bernsteinschmuck Ausschau halten, denn neben Russland und Litauen ist auch Polen bekannt für seine schönen Kreationen mit dem faszinierenden Naturmaterial. Um eine Grundlage für etwaige Verhandlungen zu schaffen, sollte man allerdings wissen, wie man echten Bernstein von Fälschungen unterscheidet. Mit ein paar kleinen Tricks und ein bisschen Wissen keine große Sache.

Es ist nicht unbedingt Bernstein, nur weil es sich so nennt

Mädels, lasst euch von Bezeichnungen nicht täuschen. Wie Euch Männer manchmal das Blaue vom Himmel versprechen, so tun es auch gewisse Bezeichnungen. Kein echter Bernstein charakterisiert folgendes: „Echtbernstein“ (gepresster Bernsteinstaub), „geklärter Bernstein“ (verschmutzter Bernstein, zuvor erhitzt), „Kopal“ (viel, viel jünger als echter Bernstein) und „Bernit“ oder „Polybern“ (beide künstlich hergestellt). Ein bisschen verwirrend, oder? Es gibt aber auch echte Benennungen: „Rohbernstein“ klassifiziert echten Bernstein, so wie er in der Natur vorgefunden wird und „Naturbernstein“ ist ebenfalls echter Bernstein. Im Gegensatz zum Rohbernstein wurde er aber zu einer schönen Form geschnitten oder poliert.

Teaser_BernsteinProbieren geht über Studieren

Wer sich nicht gern auf Aussagen des Verkäufers verlässt, der sollte das Produkt testen. Bitte nicht mit einer Feuerprobe, bei welcher man eine heiße Nadel über das Schmuckstück legt und echten Bernstein somit zum Schmelzen bringt. Auch keine gute Idee ist das bei echtem Bernstein erfolgreiche Einritzen mit einer Kupfermünze oder einem Messer. Auch wenn es funktioniert, der Schmuck ist danach hin und wird mit Sicherheit die Verhandlungslaune des Händlers nicht verbessern. Besser ist hier die Reibung am Wollpullover: Lädt er sich elektromagnetisch auf, kann man davon ausgehen, dass es sich um echten Bernstein handelt. Eine weitere Methode ist die Schwimmfähigkeit: Echter Bernstein gleitet in Leitungswasser (süßes Wasser) zu Boden und schwimmt in salzhaltigem Wasser oben auf. Verhält sich das hübsche Schmuckstück nicht so, dann ist es womöglich Glas, Stein (sinkt in salzigem Wasser zu Boden) oder auch Plastik (schwimmt in süßem Wasser oben auf).

Das wichtigste Kriterium: Der eigene Geschmack

Natürlich, jegliche Testmethoden und rationalen Argumente nützen bei Liebe auf den ersten Blick absolut nichts. Denn zuletzt muss Schmuck natürlich nur eins: Gefallen. Zögert darum nicht, wenn euch etwas richtig gut gefällt, auch wenn es nicht echt ist. Doch mein Rat hierzu: Verhandelt in diesem Fall einen fantastischen Preis. So könnt ihr auch beim nächsten Lieblingsstück ohne schlechtes Gewissen zugreifen. Oder euch, so wie ich, wieder mal ein Städtetrip-Wochenende leisten.

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